"Das Wort und die Schrift sind zentrale Elemente meiner Arbeit"

BILD UND LYRIK

Projekte & Ausstellungen 2018

Neuauflage der “Anthologie der Konkreten Poesie

Aktuell im Reclam-Verlag erschienen

Herausgeber ist Eugen Gomringer. In diesem Bändchen enthalten sind Texte und Bilder meiner Lyrik und meiner konzeptionellen Schriftkunst. Hinweis zum Buch: erhältlich im Buchhandel unter ISBN:978-3-15-019554-3

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Ausstellung des Schriftkubus  one by one the words find a home in my heart  Robert-Schuman- Haus Trier Eingangsbereich der Rezeption Auf der Jüngt 1 54293 Trier

Ausstellung des Schriftkubus

"one by one the words find a home in my heart"

Robert-Schuman-Haus in Trier

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TABERNACULUM

TABERNACULUM

Ute Bernhard (Koblenz) und
Sophia Cull (Frankfurt) in
St. Gertrud (erbaut von Gottfried Böhm)
in Köln.

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Lyrik ist für mich die abenteuerliche Entdeckungsreise, der Wellenfluss durch ein geschürftes Leben.

Ute Bernhard in der Galerie Krüger, Koblenz Frühjahr 2016

 

Die Worte entstammen der Stille und werfen Farben in meine Augen und Silber in meine Ohren, sie speisen sich aus der Fleischwerdung des Gesangs, des Feuers, welches Strukturen baut, weit über das gelernte Setzen und Handeln hinaus.

Lyrik ist mein Aussichtsturm in der zerissenen Landschaft zwischen gestern und morgen und nirgendwo, zu schmelzen die eisglatten Bilder, die uns gaukeln, das alles so sei. Hier aber, zwischen Schmerz und Sehnsucht, Erinnerung und Vision, wirbelt es heftig und sieh die kleinsten Schöpflinge: wie feine Kristalle verbinden sie sich.

Das Wort ist ein einzelnes grünes Korn, welches der frische Morgenwind verbreiten wird.

Das ewige Tentakeln der Natur – so sehe ich die Worte entsprechend der menschlichen Figur, wesenhaft. Beweglich, von vielen Seiten betrachtbar, in mehrspältiger Geteiltheit und Verbindungsmöglichkeit.

Mögen die einen meinen, Gewissheit über die Worte zu haben. Für mich sind sie kein einheitlich festgelegtes Material.

Mag mancher meinen, ihre Form und ihren Sinn ergründet zu haben, durchleuchten zu können. Ich misstraue einer Rezeptur für die sprachliche Form. Ich vertraue mehr dem Geheimnis und der Wandelbarkeit und so interessiert mich eher das Werden und Vergehen als die statische Aussage, ich formuliere in der Lyrik das Suchen in den Widersprüchen, das Leuchten, das Erglühen, den Klang einer vergänglichen Zeichnung.

Ich liebe das Visionäre und die Transzendenz.

Stille ist es, die mich umtreibt und mir Bilder zuwirft, statt Antworten schnitze ich das farbige Kleid der Fragen, das im Wind des Lebens verschieden Gestalt annimmt.

Worte sind wie Wesen mit Armen und Beinen, sie können agieren und entscheiden, schlüpfen vom Auge ins Ohr, aus dem Herz auf die Zunge oder liegen da mit ihrer zerbrechlichen Haut in meinen Händen. 02.04. 2018, Ute Bernhard

 







Relikte von lyrischem Wortmaterial...

Relikte von lyrischem Wortmaterial - Ute Bernhard

und großzügige, helle Farbbahnen entwickeln sich zu Kompositionen, die von Intuition getragen sind. Geschriebenes darf sich immer weiter verwandeln vom Lesbaren in neue Wirklichkeiten. Alles, Farbe, Fläche, Schrift, zeichnerische und weitere herauszufordernde Elemente erarbeiten sich auflösend, ineinandergreifend, verbindend in immer weiteren Schichten, die, jede für sich, Luft und Offenheit lassen. Freies Schöpfen, Sammlung in raschen Gesten bringen innere Welten an die Oberfläche.

 

ute bernhard